Monatsarchiv für Februar 2012

 
 

Pressestimmen zur Filzfotografie

Kammerl ist der Pionier der Filzfotografie.

Was jedem Berufsfotografen ein Gräuel ist – der Fussel an sich – wird

hier zum Träger verdichteter Botschaft. Das Ergebnis ist ein weiches

Bild, das sich nicht nur gut anfühlt.

Die zusammengeklebten Filzstreifen können  auch auf  beiden Seiten

mit einer 180 Grad heißen Presse bedruckt werden. Das Bild kann

somit wie eine Skulptur in den Raum hineinragen (…).

Z.B. hat eine Frau die Augen auf der einen Seite des Filzbildes die

Augen offen, auf der anderen Seite geschlossen.

Auf weißem Filz sind die Konturen klarer, auf grauem Filz bekommt

die Fotografie etwas Malerisches.

Auf den Filz gekommen ist Kammerl übrigens, weil bei seinem Bügel-

filz ein Stück übrig geblieben ist. “Ewig habe ich es herumgeschoben,

wollte es schon wegwerfen”, sagt der Künstler. Dann siegte doch die

Kreativität.     Text:  Ruth Gemeinhardt 2011 im Münchner Merkur

Ausstellung im KOM, November 2011

Pressebeitrag aus der Süddeutschen Zeitung im Jahr 2007:

Anton Kammerl ist ein Künstlerfotograf. (…) Ihm geht es

um die künstlerischen Möglichkeiten der Fotografie wie sie

sich beispielsweise durch die Kombination von Symbol und

weiblichem Akt ergeben.

Und  mit seinen Fotodrucken auf Industriefilz – eine Technik,

die er erfunden hat – verwandelt er seine vielfältigen Arbeiten

in echte Unikate.

“Die Filzfotografien erhalten durch das Material Wärme,  sie

verleihen besonders den Hautpartien etwas Weiches, das man

nicht nur sehen, sondern gerne auch anfassen kann,”  erklärt

Kammerl. Aus diesem Grund hängt keines dieser Werke hinter

Glas, sondern sie sind stattdessen vor eine farbige Leinwand

gesetzt.    Text:  Ann-Katrin Grosse in der SZ 2007