Ausstellung “Kein Thema”

aus der Süddeutschen Zeitung, zur Gemeinschaftsausstellung der Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck,  3.12.2013

“Bemerkenswert ist ein Triptychon von Anton Kammerl, mit dem er sich auf den Titel der Ausstellung bezieht. “Kein Thema in Sicht” zeigt ein kaputtes Fernglas im Original, das über einem Filzdruck dieses Fernglases hängt.

“Thema untersagt”" ist die Fotografie einer jungen, rothaarigen Frau, die einen roten Faden um den Kopf geschlungen hat, der sie am Sprechen hindert. Die Fäden laufen aus dem Bild heraus, so dass man als Betrachter das Gefühl hat, im Hintergrund halte sie jemand in der Hand, der immer fester daran zieht.

“Kein Thema im Kopf” präsentiert den Druck eines menschlichen Körpers auf Filz, der Kopf fehlt, an seiner Stelle hängt ein ausgeschnittenes Stück Filz. Diese Kombination wirkt einerseits durch das zentrale Bild der jungen Frau sehr ästhetisch, löst aber auch Unwohlsein aus, weil es die Orientierungslosigkeit einer ganzen Gesellschaft ausdrückt.”

Florian J. Haamann


 
 
 

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